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Beim Thema Handlichkeit gibt es jedoch kaum zwei Meinungen: Das Galaxy Note ist richtig groß, aber nicht voluminös. Es lässt sich von großen Patschern gerade noch einhändig per Daumen bedienen und passt sogar noch in die vordere Hosentasche einer Jeans - wobei man sich mit Handy an Bord besser nicht hinsetzen sollte ...Hauptgrund für die üppigen Abmessungen ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine: der riesige, 5,3 Zoll große kapazitive Touchscreen mit HD-Super-AMOLED-Technik. Die Anzeige bietet nicht nur mit 800 x 1280 Pixeln die aktuell höchste Auflösung aller Smartphones, sondern sorgt bereits beim Erscheinen des Startscreens für heruntergeklappte Kinnladen.Die technischen Eckdaten werden der Qualität dieses Displays kaum gerecht, denn eine solche Brillanz, Bildtiefe und Plastizität kam uns bisher noch nicht unter die Finger. Das bei AMOLED-Displays übliche Überzeichnen der Farben ist Geschichte, die Darstellung fasziniert durchgängig und kann über drei Bildschirmmodi vom Nutzer angepasst werden. Auch die Helligkeit von gemessenen 321 cd/m2 kann sich für ein AMOLED-Display wirklich sehen lassen.

Damit Filme im Freien besonders gut zur Geltung kommen, gibt es beim Videoplayer eine Option namens Sichtbarkeit im Freien, deren Name Programm ist.Mit dem Gigantendisplay kommt auch der gute alte Stylus - hier S(mart) Pen genannt - zu neuen Ehren. Die Bedienung klappt mit dem auf der Gehäuserückseite platzierten Stift überraschend gut. Erstaunlich, mit welcher Präzision und welchem Tempo sich damit im Alltag arbeiten lässt. So wächst einem der S Pen nach kurzer Zeit ans Herz. Zumal er mit Sonderfunktionen reüssieren kann: Wenn es beim Notieren von Informationen schnell gehen muss, genügt ein Druck auf die kleine Taste des Stifts sowie ein Doppelklick auf den Screen, und schon öffnet sich S Memo Lite, eine vereinfachte Version von S Memo, dem integrierten Schreib- und Malprogramm.Als besonderen Leckerbissen gibt es auf dem Homescreen das Icon S Choice zu entdecken. Dahinter verbirgt sich ein Auszug aus dem Android Market mit spezifischen Apps, die kompatibel mit dem S Pen sind. Aktuell finden sich hier acht Programme, darunter das beliebte Evernote.

Wer mit dem S Pen arbeitet, wird sich zunächst darüber ärgern, dass die Zurücktaste unterhalb des Displays als Sensorfläche ausgeführt ist und nicht auf den Stift reagiert. Mit einem Trick klappt's dann aber doch noch: Drückt man auf den kleinen Knopf unten am Stift und bewegt diesen von rechts nach links übers Display, kommt man aus jeder Anwendung einen Schritt zurück - das muss man wissen.Den Vorteil des großen Displays spielt das Android-2.3.5-Modell bei der Darstellung des Kalenders aus. Hier lässt sich in Windeseile die Ansicht über Registerkarten anwählen - von Jahr bis zu Tag stehen etliche Optionen bereit. Auch der E-Mail-Client profitiert von den riesigen Abmessungen und zeigt, wie von Outlook gewohnt, Betreff und Inhalt der Nachricht gleichzeitig an. Eine wirklich gelungene Sache. Auch sonst geizt das Galaxy Note nicht mit eleganten Lösungen - etwa mit der gut funktionierenden Sprachsteuerung, einem bis ins Detail konfigurierbaren Energiemanagement oder diversen Bewegungssteuerungen.

Mit 5,3-Zoll-Display und den 1,4 Gigahertz-Prozessor sprengt das Galaxy Note alle Rekorde. Connect hat das Superphone bereits ausprobiert. Darüber hinaus gibt es neben dem Social Hub, Samsungs Sammelstelle für alle eingehenden Nachrichten, und dem Music Hub auch einen Readers Hub. Letzterer bietet Bücher, Zeitschriften und Tageszeitungen an, während man über den Music Hub Zugang zum Musicstore von 7digital hat.In Sachen Hardware sind die Zutaten nur vom Feinsten: Ein Dualcore-Prozessor mit 1,4 Gigahertz sichert die flüssige und verzögerungsfreie Bedienung, 11 Gigabyte Speicher stehen intern zur freien Verfügung, per Micro-SD-Karte kann man aufstocken. HSPA+, n-WLAN, WLAN Direct und die 8-Megapixel-Kamera, die auch Full-HD-Videos dreht, komplettieren das dicke Ausstattungspaket.So weit, so gut. Doch kann ein Smartphone mit einem solch großen Display im Labor wirklich gut abschneiden? Wir hatten unsere Zweifel. Doch oh Wunder - am Ende kam es ganz anders: Mit seinem nominell 2500 mAh starken Akku schnitt das Mega-Smartphone nicht etwa nur ordentlich ab, sondern sorgte für zahlreiche neue Ausdauerrekorde. Dies beginnt bei der Standby-Zeit von 43 Tagen und setzt sich fort bei der typischen Ausdauer mit unglaublichen 9:38 Stunden.

Nicht weniger beeindrucken die Ergebnisse für die Gesprächszeiten. Beispiel gefällig? 20 Stunden im D- und 27 Stunden im E-Netz sind ein neuer Massstab. Dies gilt auch für die knapp neun Stunden im UMTS-Betrieb. Solche Zahlen sorgen bei Testredakteuren und Smartphone-Fans für leuchtende Augen.Doch nicht nur bei der Ausdauer setzt das Galaxy Note Maßstäbe, sondern auch beim Empfang. So bietet das XXL-Smartphone die aktuell besten Sende- und Empfangswerte beim Einsatz in UMTS-Netzen. Zu guter Letzt glänzt das Samsung auch noch mit hervorragenden, stets gut verständlicher Akustik beim Telefonieren. Wobei es sicher nicht jedermanns Sache sein dürfte, sich einen solchen Kaventsmann ans Ohr zu halten. Hier hilft einem ein Headset - ob drahtlos oder kabelgebunden - aus der Bredouille.

Mit dieser exzellenten Vorstellung überzeugt das Samsung Galaxy Note auf ganzer Linie. Die anfänglichen Bedenken konnte das Samsung locker beiseite wischen - und entgegen aller Erwartungen die gesamte Konkurrenz düpieren. Ob sein großes Format freilich vom Kunden angenommen wird, muss sich noch zeigen.Den Titel bestes Fulltouch-Smartphone darf sich das Galaxy Note jedenfalls ans Revers heften - und eine dicke Empfehlung von connect gleich dazu.Für 199 Euro im mobilen Internet auf die Überholspur wechseln? Das geht. Wie, zeigt Wiko. Unter der Modellbezeichnung Wax schickt der junge, aufstrebende Anbieter sein erstes 4G-fähiges Android-Phone ins Rennen.Der LTE-Debütant französischen Ursprungs wird in China gefertigt. Den Touch des Besonderen bringt ein klassenbezogen leistungsstarker System-Chip des PC-Grafikprozessor-Herstellers Nvidia. Neben einem 1,7 GHz schnellen ARM-Cortex-A9-Vierkernprozessor samt zusätzlichem Stromsparkern stecken in dem SoC (System on a chip) auch eine auf mobiles Gaming zugeschnittene Grafikeinheit und ein LTE-Softmodem der Kategorie 3.Letzteres unterstützt die 4G-Netze in allen hierzulande gängigen Frequenzbändern. Die theoretisch erreichbaren Maximaldatenraten betragen somit im Downlink 100 Mbit/s und im Uplink 50 Mbit/s. In den gut ausgebauten 3G-Mobilfunknetzen macht HSPA+ bis 21 Mbit/s den Downloads Beine.

Düster sieht es dagegen beim Thema Speicher aus: Von dem internen 4 GB Flash-Speicher beanspruchen Android 4.3 und die Google-Anwendungen rund die Hälfte. Der Rest wird nochmals unterteilt: Ca. 1,5 GB hält das Wax für zusätzliche Apps aus dem Google Play StoreHier gehts zum Kauf bei Amazon bereit - wobei sich dieser App-Speicher weder mit dem vorinstallierten Dateimanager verwalten noch am PC als USB-Laufwerk einbinden ließ.Für eigene Daten wie Musiktitel, Fotos oder Videoclips bleiben gerade mal 500 MB im Gerät frei. Immerhin: Über ein optionales USB-OTG-Adapterkabel finden Speichersticks Zugang zum Wax. Hinter der etwas labilen Kunststoffrückwand sitzt zudem ein Einschub für Wechselspeicherkarten.Der 2000-mAh-Akku ist ebenfalls austauschbar. Dessen Reserven reichten im praxisorientierten Mix rund fünf Stunden. Wer den Ladestopp hinauszögern will, kann inden Stromspareinstellungen unter anderem zwei CPUKerne ruhigstellen.

Ein gutes Bild gibt das 4,7 Zoll messende, auch von der Seite problemlos ablesbare Ein-Glas-Display mit einer Punktdichte von 315 ppi ab. Die im connect-Labor gemesseneHelligkeit von 400 cd/m2 ist ausgesprochen hoch - nicht nur für so ein preiswertesSmartphone ein Topwert. Auch bei klarem Himmel bleiben Schriften und Icons hinter der kratzfesten, spiegelnden Gorilla-Glass-2-Oberfläche erkennbar. Auch die Fotos der 8-Megapixel-Kamera gefallen. Besonders Außenaufnahmen bei gutem Licht erschienen am PC detailreich, natürlich und klar.Pures Vergnügen: Im Wax werkeln ein nahezu unbehandeltes Android 4.3 und die üblichen Google-Apps. Arbeitspeicherbelastung: Die App-Verwaltung zeigt, wie viel Platz aktive Dienste und Prozesse brauchen. Spielplatz: Mobile Gamer finden über die Tegra Zone-App News und Downloads für ihr Nvidia-Phone. Der Ein/Aus-Schalter? Befindet sich am rechten Gehäuserahmen unter den Lautstärketasten. Und die Micro-USBSchnittstelle? Die ist oben platziert. Von den drei Navigationstasten führt die rechte statt der linken zurück. Das französische Phone gönntsich seine Extravaganzen, die zunächst ungewohnt, aber nicht wirklich nachteilig sind.

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