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Auf der grünen Wiese bei Siegen bemüht sich nun wieder Herr Knochen um die Aufmerksamkeit seiner Interessenten. „I’m in ’position hold’ now“, erklärt er. Der Roboter von Microdrones kann verschiedene Programme fliegen. Bei „position hold“ hält er die Stellung. Nun legt Knochen einen Schalter um, das Gerät vollzieht eine scharfe Rechtskurve, rast am Waldrand entlang und ist binnen eines Blinzelns nur noch eine Fliege am blau-grauen Himmel. „Wow!“, sagt der Texaner. Das war der Pilotenmodus. Die Drohne kann aber auch selbstständig einen einprogrammierten Kurs fliegen: Microdrones hat eine Md4 1000 gerade zu Marketingzwecken von Hospental nach Arolo fliegen lassen – einmal über die Alpen.

Daran, dass die Fluggeräte immer selbstständiger werden, wird nicht nur bei Microdrones gearbeitet. In Europa werden hunderte Millionen in die Automatisierung investiert. Ein Projekt, bei dem auch Microdrones Partner war, ist „Airshield“, es lief von 2009 bis 2011. Das Einsatzszenario war ein Großbrand, bei dem sich eine giftige Wolke entwickelt. Das Ziel: Den Flugrobotern beizubringen, autonom im Schwarm zu fliegen und der Wolke zu folgen. Gleichzeitig wurde ein neuer, besonders leichter Sensor erprobt, der verschiedene gefährliche Stoffe in der Luft messen kann, etwa Salzsäuredämpfe und Kohlenmonoxid. Getestet wurde das System 2011 im Hafen von Rotterdam, erzählt Hauke Speth, Leiter des Dortmunder Instituts für Feuerwehr- und Rettungstechnologie, am Telefon, auf einem Gelände zur Brandausbildung. „Da kann man mal ein etwas größeres Feuerchen machen.“ Die Daten, die die Sensoren der Flugroboter während des Fluges übertrugen, waren mit der Steuerung der Drohne gekoppelt, so dass der Schwarm das Kerngebiet der Kontamination ermitteln konnte. Der Test sei erfolgreich gewesen, sagt Speth. Ein Nachfolgeprojekt läuft bereits.

Auch Sicherheitsbehörden setzen auf den autonomen Flugroboter der Zukunft – und der könnte deutlich größer sein als das wendige Modell von Microdrones. Der „Barracuda“ der EADS-Tochter Cassidian zum Beispiel misst acht Meter Länge und sieben Meter Flügelspannweite. Wie der „Behörden-Spiegel“ kürzlich berichtete (zum Pdf), wird er dazu eingesetzt, jene Systeme zu erproben, die den Flugrobotern bisher noch fehlen, um sie im kontrollierten zivilen Luftraum sicher und selbstständig fliegen zu lassen. Die Roboter müssen lernen, andere Flugobjekte zu erkennen und auszuweichen – in der Fachsprache heißt das „Sense-and-avoid-Technik“. Der Baracuda erprobt aber auch konkrete Flugszenarien: zum Beispiel die Verfolgung von beweglichen Zielen.

Das ist der nächste Schritt: Wenn sie selbstständig fliegen können, sollen Drohnen auch aktiv eingreifen – oder das Eingreifen von anderen am Boden koordinieren. Im EU-Projekt „Talos“ etwa, einem Teil von „Eurosur“, wurden Roboter entwickelt, die „fast autonom Maßnahmen zur Verhinderung illegaler Aktionen“ einleiten, wie es in einer Projektbeschreibung heißt. Bei Talos arbeiten Flugroboter, Bodenroboter und menschliche Grenzkontrolleure zusammen. Die Drohne überfliegt das Gebiet, eine Software entdeckt „verdächtige“ Ereignisse und meldet sie dem Grenzer, der entscheidet, ob eingegriffen werden soll. Dann soll der Bodenroboter „Interceptor“ eigenständig den Menschen, der illegal die Grenze übertreten will, stoppen.Dass vielen bei solchen Szenarien mulmig wird, weiß Herr Prinz von Microdrones genau. Er erzählt lieber, wie er dem Förster einmal geholfen hat, ein Feld, das gemäht werden sollte, mit einer Wärmebildkamera nach Rehkitzen abzusuchen, damit sie nicht von der Mähmaschine erfasst werden.

In Amerika ist alles eine Spur größer. Während deutsche Fernsehzuschauer bereits mit Bildschirmdiagonalen von 40 Zoll, also umgerechnet etwas mehr als ein Meter, zufrieden sind, entwickeln sich in den USA die Flachbildfernseher mit über 50 Zoll zum Standard. Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas waren in dieser Woche noch weit größere Mattscheiben zu bewundern. Auf 2,80 Meter (110 Zoll) kommt der S9 von Samsung. Bei dieser Größe bleibt von der Brillanz eines High-Definition-Films allerdings wenig übrig. Die Branche propagiert darum nun den Nachfolger von HD. Der neue Standard mit dem Namen Ultra High Definition (UHD) hat eine Auflösung, die mit 3840 mal 2160 Pixeln viermal schärfer ist als das aktuelle HD-Format. Experten sprechen darum alternativ auch vom 4K-Fernsehen. Zu den ersten Fernsehern dieses Typs, die auch in Deutschland vom Sommer an zu kaufen sein sollen, gehören die Geräte der Bravia-X9-Serie. Sony will sie in zwei Größen mit 55 und 65 Zoll anbieten. Zudem haben die Japaner den Start einer Download-Plattform für UHD- Filme angekündigt, vorerst allerdings nur für die USA. Eine andere Neuheit wird es wohl ebenfalls nur in den USA geben. Um Kleinkindern den Übergang von der Windel zur Toilette zu erleichtern, hat der Zubehörhersteller CTA den iPotty entworfen. Das Töpfchen mit iPad-Halterung soll im Frühjahr für 40 Dollar in den US-Handel kommen. In Las Vegas fand diese Innovation große Beachtung.

Ungemein flexibel: Die neue Samsung NX 300 sieht aus wie eine gewöhnliche Systemkamera, per Knopfdruck speichert die 20-Megapixel-Kamera allerdings Fotos im 3-D-Modus. Bei den Computern dominieren Convertibles wie dieses Lenovo-Gerät. Sie erlauben unterschiedlichste Nutzungsformen vom Notebook bis zum Tablet. Rund 40 Dollar soll die Kleinkind-Toilette iPotty mit Tablet-Halterung kosten. Das Huawei Ascend Mate mit seinem 6-Zoll-Bildschirm ist fast genauso groß wie ein Mini-Tablet. Fotos: AFP, Reuters (2),Bigger than Life ist offensichtlich auch die Devise für die Smartphones und Tablets der neuen Saison. Das Sony-Smartphone Xperia Z mit seinem Android-4.1-Betriebssystem gewährt dem Besitzer eine Full-HD-Auflösung auf dem Fünf-Zoll- Display. Die Auflösung der Kamera beträgt 13 Megapixel, ein 1,5-Gigahertz schneller Vierkernprozessor sorgt für Tempo auf dem neuen Smartphone- Flaggschiff von Sony – das anders als die meisten Konkurrenten keineswegs wasserscheu ist. Kurzzeitiges Eintauchen soll das rund 650 Euro teure Handy unbeschadet überstehen, wenn es im ersten Quartal auf den Markt kommt. Kaum noch von einem Mini-Tablet zu unterscheiden ist das Ascend Mate, das Huawei zeigte. Das Smartphone mit dem 6,1 Zoll großen HD-Display (1280 mal 720 Pixel) ist noch größer als das Galaxy Note II von Samsung und verfügt über einen besonders großen Akku und eine spezielle Stromspartechnik, so dass das Ascend zwei Tage ohne Nachladen auskommen soll. Übrigens gibt es für die Riesen-Smartphones bereits eine neue Wortschöpfung. Die Zwitter aus Smartphones und Tablets heißen im Nerd-Jargon Phablets. Auch von LG und ZTE soll es auf der Messe solche Phablets geben, die 5,5 Zoll oder mehr messen.

Die Bedeutung des klassischen Computers hat zwar abgenommen, doch gerade bei den mobilen Rechnern herrscht eine große Experimentierfreude mit neuen Funktionskonzepten. Lenovo zeigte in Las Vegas unter anderem das sehr flexible IdeaPad Yoga 11 S, das mit seinen Spezialscharnieren vom Notebook bis zum Tablet vier verschiedene Nutzungsformen erlaubt. Genau wie das Yoga wird auch das Lenovo ThinkPad Helix mit Windows 8 betrieben. Wird bei diesem Convertible die Tastatur abgeklemmt, steht statt einem Laptop ein Tablet zur Verfügung. Das Gerät ist LTE-fähig und verfügt über die NFC-Technologie. Sony präsentierte einen neuen Laptop-Rechner aus der Vaio-Reihe. Mit der eingebauten Webcam und der Vaio Gesture Control lässt sich das Sony Vaio T 15 über Gesten

Immer neue Kreuzungen gibt es bei den All-in-one-PCs. Lenovos IdeaCentre Horizon ist ein 27 Zoll großes Windows-8-Surfbrett, das sich klassisch auf den Schoß nehmen oder als Desktop-PC aufstellen lässt. Der Verkaufsstart ist für Sommer 2013 geplant, die Preise sollen bei umgerechnet rund 1300 Euro beginnen. Ein ähnliches Prinzip verfolgt Asus mit dem Transformer AiO. Als All-in-one-PC auf dem Schreibtisch läuft der 18-Zoll-Rechner mit vollwertigem Windows 8. Das Display lässt sich vom Ständer nehmen und beherbergt genug Technik, um als Tablet mit Android 4.1 zu laufen. Die Markteinführung von Windows 8 hat dazu geführt, dass immer mehr Monitore mit Touchsteuerung angeboten werden. LG stellte den 23-Zoller ET83 Touch 10 vor, Samsung den SC770. Bei der TD40-Reihe von ViewSonics lässt sich der Ständer so wegklappen, dass der Monitor flach auf einen Tisch gelegt werden kann.

Herz der Smartphones und vieler Tablets sind ARM-Prozessoren mit geringer Leistungsaufnahme, die die Hersteller selbst designen oder zuliefern lassen – zum Beispiel von Nvidia und Qualcomm. Letztere zeigen in Las Vegas ihre neuen Top-Chips Tegra 4 beziehungsweise Snapdragon 800, beides Quadcore-Chips mit integriertem LTE-Modem. Intel hat noch für 2013 eine neue Generation von Atom-CPUs angekündigt, die in Windows-8-Tablets und Smartphones zum Einsatz kommen sollen. AMD stellte auf der Messe das erste Windows-8-Tablet mit Prozessor aus eigenem Hause vor. Kooperationspartner für das 11,6-Zoll-Gerät ist der US-Hersteller Vizio. (mit dpa,AFP)Weihnachten gilt als Fest der Liebe. Man möchte seinen Liebsten etwas ganz Besonderes schenken, das zeigt, wie sehr man sie schätzt. Bei einem Geschenk, das perfekt zu den individuellen Styling-Vorlieben und Pflegebedürfnissen passt, bleiben keine Wünsche offen: Mit den Produkten von Braun liegt man zu Weihnachten immer golfrichtig, schenkt Freude und schafft ganz besondere Momente – Momente die zählen.

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